Wenn sich das Leben plötzlich leer anfühlt

Vielleicht ist es dieses leise, kaum greifbare Gefühl. Dass du morgens aufwachst und weißt, dass eigentlich alles in Ordnung ist und trotzdem ist da diese Stille in dir, die sich nicht füllen lässt. Nicht mit Arbeit, nicht mit Plänen, nicht mit dem Alltag der einfach weiterläuft. Das Leben fühlt sich plötzlich leer an. Nicht dramatisch. Nicht laut. Einfach leer.

Und vielleicht schämst du dich sogar ein bisschen dafür. Weil von außen doch alles stimmt. Weil du funktionierst, Erwartungen erfüllst und weitermachst und trotzdem innerlich den Kontakt zu dir selbst verloren hast. Weil andere Menschen größere Probleme haben. Weil du eigentlich dankbar sein solltest.

Ich möchte dir heute etwas sagen, das ich in meiner Arbeit als Spiritual Life Coach in Hamburg immer wieder erlebe und das ich von ganzem Herzen glaube. Diese innere Leere ist kein Zeichen, dass etwas mit dir nicht stimmt. Sie ist keine Charakterschwäche. Sie ist kein Fehler. Sie ist eine Einladung deiner Seele, die sich nach mehr sehnt. Nach mehr von dir, nach mehr Verbindung, nach mehr von dem, was wirklich zählt. So einzigartig und so wunderschön, wie du es bist.

WARUM FÜHLT SICH DAS LEBEN PLÖTZLICH LEER AN? DIE URSACHEN INNERER LEERE

Das Gefühl innerer Leere entsteht fast nie über Nacht. Sie schleicht sich an in langen Phasen, in denen wir nur noch im Außen gelebt haben, in denen wir unsere eigenen Bedürfnisse immer wieder zurückgestellt haben und in denen wir so sehr damit beschäftigt waren zu leisten, zu funktionieren und zu gefallen, dass wir irgendwann den Kontakt zu uns selbst verloren haben.

Manchmal entsteht sie nach einer Trennung, wenn eine Rolle wegfällt die uns lange definiert hat. Manchmal wenn die Kinder größer werden und der Alltag plötzlich stiller ist. Manchmal mitten in einem Leben das nach außen hin vollkommen aussieht und in dem trotzdem eine innere Erschöpfung da ist, die sich mit nichts füllen lässt. Nicht mit Shopping, nicht mit Ablenkung, nicht mit dem nächsten Ziel auf der Liste.

Hinter dem Gefühl "ich fühle mich leer" steckt fast immer dasselbe. Die Verbindung zu dir selbst ist verloren gegangen. Die wertvollste Beziehung, die du hast, ist die Beziehung zu dir selbst. Und wenn wir diese Beziehung vernachlässigen, meldet sie sich irgendwann. Bis wir innehalten und wirklich hinschauen.

Frag dich:

  • Wann habe ich zuletzt wirklich bei mir selbst eingecheckt?

  • Was brauche ich gerade und nicht was andere von mir brauchen?

  • Wo habe ich aufgehört auf meine eigene innere Stimme zu hören?

INNERE LEERE ALS SCHWELLE ZU DIR SELBST

Was wäre, wenn die innere Leere kein Problem wäre das du lösen musst? Was wäre, wenn sie ein heiliger Schwellenraum wäre, der sich öffnet für etwas Neues, für dich selbst, für das, was schon lange in dir wartet gesehen zu werden?

Wir sind so trainiert, uns vor der Leere zu fürchten und sie schnell zu füllen, uns abzulenken damit das Gefühl nicht zu laut wird. Aber genau in der Stille, die die innere Leere mit sich bringt, liegt eine ganz besondere Kraft. Denn wenn wir aufhören zu kämpfen und stattdessen einfach bei uns bleiben, dann beginnen wir zu hören. Unsere innere Stimme, die immer da war. Die Sehnsucht, die uns zeigt wohin wir wirklich wollen. Die Wahrheit, die wir schon lange kennen aber noch nicht ausgesprochen haben.

In der Leere ist schon alles da, was du brauchst. Du darfst jederzeit neu wählen. Du darfst zurückkehren zu dir.

Frag dich:

  • Was meldet sich in der Stille, wenn ich aufhöre zu kämpfen?

  • Wonach sehne ich mich wirklich, tief in meinem Herzen?

  • Was darf jetzt neu beginnen in meinem Leben?

WAS TUN BEI INNERER LEERE? WEGE ZURÜCK ZU DIR

Der erste Schritt ist nicht, die innere Leere zu füllen. Der erste Schritt ist, bei ihr zu bleiben und ihr zu erlauben, da zu sein ohne sie wegzuschieben. Denn paradoxerweise liegt in der Leere alles. Nur wenn wir sie wirklich zulassen, werden wir davon überrascht, was in uns hochkommt.

Statt dich abzulenken oder die Leere mit dem nächsten Ziel, dem nächsten Kauf oder der nächsten Beschäftigung zu füllen, lade ich dich ein, einfach zu sitzen. Und zu warten, was sich zeigt. Nicht weil du etwas falsch machst, sondern weil du dir erlaubst, endlich wirklich hinzuhören.

Eine tägliche Meditation, auch wenn sie nur fünf Minuten dauert, kann der Anfang sein. Nicht um die innere Leere wegzumachen, sondern um wieder in Verbindung mit dir selbst zu kommen. Denn unsere wichtigste spirituelle Aufgabe ist es, die Beziehung zu uns selbst zu pflegen, für uns selbst da zu sein und die Verbindung zu uns selbst immer wieder neu zu stärken.

Dankbarkeit ist dabei ein wunderschöner und kraftvoller Schritt zurück zu dir. Nicht als Ablenkung, sondern als sanfte Verschiebung des Fokus vom Mangel hin zu dem, was bereits leuchtet. Selbst in den schwersten Momenten gibt es etwas, wofür du dankbar sein kannst.

Frag dich:

  • Was wäre mein erster kleiner Schritt zurück zu mir selbst?

  • Wo darf ich mir heute mehr Fürsorge und Liebe schenken?


 
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